Wie wichtig der Bezug auf Vollwertkost und Gesundheit ist

Einstieg in eine gesunde und vollwertige Ernährung
Bild: Ein vollwertiges Frühstück ist das A und O für eine gesunde Ernährung. Bildquelle: HandmadePictures - 109999865 / Shutterstock.com

Bedenkt man nun, dass „Ernährung“ uns ebenfalls in allen Bereichen, auf allen Ebenen unserer Person berührt und beeinflusst, und genauso wie „Gesundheit“ nicht nur eine Sache des Körpers oder Organismus ist, dann offenbart sich der Zusammenhang zwischen „Vollwertkost“ und „Gesundheit“ als erheblich vielschichtiger, als man es von der ernährungswissenschaftlichen Warte her zu sehen gewohnt ist. Und auch das Spektrum der gesundheitlichen Wirkung in Bezug auf gesunde Ernährung bzw. vollwertige Ernährung, wird auf einmal sehr breit und tatsächlich „mehrdimensional“.

Natürlich gilt – wenn es um gesunde Ernährung sowie vollwertige Ernährung geht, die erste Frage meist den physiologischen Wirkungen, also denen auf unseren Organismus, auf die Verdauung oder die Arbeitsweise der Organe, auf die physische Stärke, auf „Figur“ und „Schönheit“.  Aber es damit genug sein zu lassen, bedeutete eine ebensolche Verkürzung des „konkreten“ Lebens, wie etwa einen Sessel ausschließlich danach auszusuchen, ob Sitz und Rückenlehne anatomisch optimal geformt sind.

Die Konfrontation mit der Ernährungsszene

Das tut auch niemand. Jeder wird in seine Kaufentscheidung eine Menge anderer Kriterien miteinbeziehen, die vielleicht sogar größeres Gewicht haben. Die Schönheit der Form, Material und Farbe des Bezuges, die Harmonie zu den übrigen Möbeln und schließlich auch, ob man sich in dem Sessel „wohl fühlt“, geborgen zum Beispiel, oder wirkungsvoll umrahmt und ähnliches.

Auch Vollwertkost hat mehr Aspekte als den der physiologischen Passgenauigkeit für unseren Organismus. Gerade als Ernährungsweise greift sie tief in den Alltag ein und bringt dort einiges durcheinander. Die Konfrontation mit der Ernährungsszene ist da nur eine von mehreren Auswirkungen.

Zu den „Ernährungsbewussten“ gehören

Es braucht nicht viel Fantasie, sich zum Beispiel auf der Ebene der sozialen Kontakte, des sozialen Umfeldes, eine Situation auszumalen, die – durch Ernährungsumstellung auf Vollwertkost herbeigeführt – einen krank macht: Im Bekanntenkreis plötzlich als verlachter Außenseiter dastehen, mit der Clique der „Ernährungsbewussten“ aber absolut nichts anfangen können, die Atmosphäre im Naturkost-Laden hassen, mit dem Partner oder der Familie wegen der neuen, ungeheuer gesunden Kost im Dauerstreit liegen und so weiter. Über kurz oder lang wird man davon krank oder gibt auf.

Die Lust am Speisen

Die Lust am Essen und beim Essen zum Beispiel hängt nicht nur mit dem Geschmack der Speisen zusammen, sondern auch mit ihrem Charakter. Dass heißt mit all ihren sinnlichen Eigenschaften zusammengenommen: Farbe, Geruch, Temperatur, Textur, sprich Beschaffenheit der Materialien, Form und Signatur.

Konkret: Manche Lebensmittel oder Gerichte laden zum andächtigen Speisen ein und andere – direkt gesagt – zum Fressen. Bei manchen fühlt man sich wie ein Karnickel und bei anderen eher wie ein Wolf. Manche fordern zum Säbeln und Kämpfen heraus und andere zum Rühren und Panschen.

Ein Vollwert-Gericht isst sich anders und weckt andere Assoziationen in uns, als der Schmorbraten mit Rahmsoße oder das Kalifornische Steak.

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.