Beta-Carotin Kapseln und Rauchen – Warum sich das nicht gut verträgt

Beta-Carotin-Kapseln und Rauchen
Bildquelle: Wer viel raucht, sollte zu natürlichen Beta-Carotin-Quellen greifen. MeskPhotography – 232964731 / Shutterstock.com

Beta-Carotin-Kapseln und Rauchen vertragen sich nicht gut. Die Vitamin Kapseln sollen in Verbindung mit Zigarettenkonsum Lungenkrebs begünstigen. Im Folgenden erfährst Du, was das Provitamin A in Form von Kapseln mit dem Körper von Rauchern macht.

Beta-Carotin kann man dem Körper nicht nur in Form von Kapseln zuführen. Das Provitamin A kann auch über Lebensmittel zugeführt werden und ist unter anderem in Paprika, Papaya, Aprikosen und in Karotten enthalten. Der Stoff verleiht den frischen Lebensmitteln eine appetitliche Farbe und verleiht außerdem auch der Haut einen frischen, leicht gebräunten Teint.

Bereits seit 2006 gibt es Hinweise in den Gebrauchsinformationen zu Beta-Carotin-Kapseln, dass in einer erhöhten Dosis bei gleichzeitigem Rauchen ein erhöhtes Risiko zur Erkrankung von Lungenkrebs besteht. Auf den Zigarettenschachteln werden seit dem Jahr 2016 ohnehin vor erhöhtem Gesundheitsrisiko gewarnt.

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Maximal 20 mg Beta-Carotin für Raucher

Experten raten Rauchern, maximal 20 mg Beta-Carotin dem Körper zuzuführen. Raucher, die mehr als 20 Zigaretten am Tag rauchen, sollten die Finger von diesen Kapseln lassen und lieber zu natürlichen Beta-Carotin-Quellen greifen. Nichtraucher können mehr einnehmen, wobei die empfohlene Tagesdosis ohnehin bei 20mg pro Tag liegt. Außerdem sollten allgemein Nahrungsergänzungsmittel nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Früher galten Beta-Carotin-Kapseln zum Schutz von Lungenkrebs bei Rauchern

In den 90er-Jahren ist Beta-Carotin als ein sogenanntes „Rauchervitamin“ propagiert worden, das angeblich zum Schutz vor Lungenkrebs beitragen soll. Erst seit klinischen Prüfungen wurde erkannt, dass Raucher, die Beta-Carotin-Kapseln einnahmen, signifikant häufiger an Krebs erkrankt sind und auch eher starben. Seit dem Jahr 2006 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Präparate mit hohem Beta-Carotin Anteil für Raucher verboten.

Raucher sollten zu natürlichen Beta-Carotin-Quellen greifen

Beta-Carotin kann und sollte vorwiegend über die Nahrung aufgenommen werden. Insbesondere Raucher sollten auf natürliche Quellen zurückgreifen. Das Vitamin A ist insbesondere in allen orangefarbenen Gemüsesorten wie auch in tief dunkelgrünen Gemüsesorten enthalten. Hier eine Liste mit den am höchsten Anteil an Beta-Carotin:

  • Süßkartoffeln
  • Kürbisse
  • Karotten
  • Papaya
  • Melonen
  • Aprikosen
  • Spinat
  • Brokkoli
  • Matcha Tee
  • Grünkohl

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, nimmt ohne es zu wissen ausreichend Vitamin A zu sich. Wer häufiger ein geschwächtes Immunsystem hat oder bemerkt, dass sich die Sehkraft verschlechtert, kann mit natürlichen Beta-Carotin-Quellen dagegenwirken. Außerdem soll das Provitamin A Haut, Nägel und Haare schützen. Zusätzlich kann Beta-Carotin die Risiken für diverse Krankheiten reduzieren.

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