Nikotinentzug-Phasen: In welcher befindest Du Dich momentan?

Der Weg vom Raucher bis hin zum Nichtraucher umfasst sechs Nikotinentzug-Phasen
Bild: Es gibt verschiedene Phasen, die Dich bis hin zum Nichtraucher begleiten. In welcher Nikotinentzug-Phase befindest Du Dich? Bildquelle: Voyagerix – 535736005 / Shutterstock.com

Das Rauchen aufhören – ein Wunsch der meisten Raucher. Den meisten Rauchern ist jedoch gar nicht bewusst, dass es gewisse Nikotinentzug-Phasen gibt, welche die meisten Raucher schon durchlebt haben. Oft wussten sie gar nicht, dass sie 50% der Phasen bis hin zum Nichtraucher schon erreicht haben. Solltest Du gerade dabei sein, Dir das Rauchen abzugewöhnen oder hast vor, bald den ersten Schritt zu tun, so könnten Dich die nachfolgenden Zeilen interessieren.




Nicht nur die Motivation ist wichtig, auch die Nikotinentzug-Phasen solltest Du kennen. Denn oft befindet man sich bereits schon in den letzten Phasen und hat das Schlimmste schon hinter sich gebracht. Und hier die sechs Nikotinentzug-Phasen:

Nikotinentzugs-Phase 1: Zeit bis zum Nichtraucher kann hier noch nicht festgestellt werden

In dieser Phase befindest Du Dich, wenn Du Dir noch keine Gedanken gemacht hast, ob Du Dir das Rauchen abgewöhnen möchtest. Du rauchst eben, und machst Dir weiterhin keine Gedanken.

Überlegungsphase: Zeit bis zum Nichtraucher etwa 6-12 Monate

Macht es Sinn, noch weiter zu rauchen? In dieser Nikotinentzug-Phase befindest Du Dich, wenn Du ernsthaft darüber nachdenkst, das Rauchen sein zu lassen. Du suchst mehrere Gründe, warum das Rauchen Dich nicht weiterbringt. Geld, Gesundheit oder auch einfach die Sucht können Gründe sein, die Dich zum Nachdenken bringen. Jedoch handelt es sich hier um bloße Gedanken. Einen Rauchstopp würdest Du erst innerhalb der nächsten sechs Monate oder einem Jahr in Erwägung ziehen.

Entscheidungsphase: Zeit bis zum Nichtraucher etwa 2-6 Monate

In der dritten Nikotinentzug-Phase befindest Du Dich, wenn Du das Rauchen wirklich sein lassen willst. Du wägst die Vorteile mit den Nachteilen ab und kommst zu dem Entschluss, dass das rauchfreie Leben die bessere Wahl ist. In dieser Phase machst Du Dir auch Gedanken, wann denn der richtige Zeitpunkt wäre. Jedoch wäre ein Zeitpunkt innerhalb der nächsten Tage noch nicht Denkbar. Jetzt heißt die Devise: Durchhalten und weiter mit dem Gedanken klarkommen. In ein paar Wochen oder Monaten wirst Du Nichtraucher sein. Gehe entschlossen mit dieser Entscheidung um. Ängste sind in dieser Nikotinentzug-Phase normal, versuche immer daran zu denken, dass

  1. Du Nichts zu Verlieren hast
  2. Dir nichts weh tun wird
  3. Nichtraucher auch glücklich sind

Und zu guter Letzt: Alles Gut wird.

Entschlussphase: Zeit bis zum Nichtraucher etwa 1-4 Wochen

Fast geschafft! Solltest Du Dich in dieser Phase befinden, stehen Dir nur noch zwei bevor. Jetzt darfst Du nicht aufgeben. Das wäre der denkbar blödeste Zeitpunkt. Du bist Dir nun bewusst, dass das Rauchen nicht mehr zu Deinen Interessen gehört. Du hast Deine Gründe gefunden, die Dich überzeugen, dass Rauchen sein zu lassen. Jetzt machst Du Dir Gedanken darüber, wie Du den Zeitpunkt am besten festlegst, ob es Hilfsmethoden gibt und wie Du die ganze Sache angehen wirst. Jetzt wird es spannend. Meine persönlichen Tipps können Dir in diesem Moment bestimmt weiterhelfen.



Der richtige Zeitpunkt

Der richtige Zeitpunkt, mit dem Rauchen aufzuhören, ist sehr wichtig im Voraus festzulegen. Da Raucher eine Routine im Alltag haben, wie zum Beispiel das Rauchen nach der Arbeit oder während dem Warten an der Bushaltestelle, empfehle ich Dir, den Zeitpunkt außerhalb Deines Alltags zu wählen. Am Besten während dem Urlaub (keine Sorge, dies bedeutet kein Stress, ganz im Gegenteil) oder während dem Wechsel zu einem neuen Lebensabschnitt. Zum Beispiel bist Du nun mit Deinem Studium fertig und beginnst in zwei Wochen Dein Berufsleben. Der Zeitraum dazwischen eignet sich perfekt zum Aufhören. Doch nicht nur der Zeitpunkt ist wichtig, auch solltest Du über Hilfsmittel Bescheid wissen.

Welche Hilfsmethoden zur Rauchentwöhnung gibt es und helfen sie wirklich?

Hilfsmethoden zur Raucherentwöhnung gibt es viele. Angefangen von E-Zigaretten ohne Nikotin-Liquid über Rauchentwöhnungspflaster bis hin zu dem altbewährten und berühmten Buch: „Endlich Nichtraucher!“ von Allen Carr. Hier solltest Du Dir eine Übersicht verschaffen, welche Möglichkeiten es zur Hilfe gibt und welche dieser Möglichkeiten für Dich am ehesten geeignet wäre. Mir persönlich hat das oben genannte Buch sehr geholfen.

Mehr zum Thema

Die neue Tabakrichtlinie für E-Zigaretten wurde in den letzten Wochen in den Medien weit verbreitet. Darunter befinden sich zum Beispiel Regelungen, die besagen, dass das Liquid, welches in E-Zigaretten verdampft wird, nur noch 20 mg Nikotin pro ml enthalten darf. Außerdem dürfen die Liquids nur noch in kleinen 10ml Einheiten verkauft werden. Wie Du hier schon sehen kannst, sind E-Zigaretten nicht gesund und beinahe so schädlich wie das Rauchen. Also Finger weg!

Nikotinpflaster sind ebenso nicht zu empfehlen, da sie nicht zulassen, den Nikotinentzug zu durchstehen. Sie verschlimmern die ganze Sache mit der Raucherentwöhnung nur noch. Ziel soll es doch sein, die Nikotinsucht zu entwöhnen. Deshalb Finger weg von Ersatzmitteln.

Weiterer Tipp zur Raucherentwöhnung: lasse Dich von Ängsten nicht beeinflussen

Beim Gedanken, das Rauchen aufzuhören, kommen Ängste. Das ist normal. Lasse sie zu. Die Ängste verunsichern Dich, sind aber praktisch harmlos. Denn schließlich wird das Leben nicht schlechter, nur weil man das Rauchen sein lässt. Ganz im Gegenteil: Als Nichtraucher lebt es sich besser. Dies wirst Du zwar erst in ein paar Monaten feststellen, jedoch wirst Du Dich eines Tages sehr darüber freuen. Die Ängste sind „bloß“ Ängste vor dem Scheitern. Die Angst davor, es nicht zu schaffen. Oder auch die Angst, dass das Leben als Nichtraucher nicht mehr toll ist. Dass einige Momente sich ändern werden, und, dass man bei geselligen Abenden nicht mehr als Raucher dazugehört. Diese Ängste sind jedoch unbegründet, denn denke immer daran: Nichtraucher führen auch ein tolles Leben. Sie sind nicht unglücklicher als Raucher.

Entschluss: Ab heute bist Du ein Nichtraucher

Sehr gut! Du hast es also geschafft. Und zwar in diesem Moment. In diesem Moment, als Du die letzte Zigarette im Aschenbecher ausgedrückt hast. Nun heißt es: Das Leben leben und nicht mehr über das Rauchen nachdenken. Die Zeit gehört nun der Vergangenheit an.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.