Dort will keiner hin! Die unbeliebtesten Reiseziele 2016

Mit dem Flugzeug in den Urlaub - doch nicht in die vier unbeliebtesten Reiseziele 2016.

Es gibt viele Gründe NICHT in ein Land zu reisen. Mal abgesehen von politischen Situationen und Terror sind dies meist die nicht vorhandene Infrastruktur, die Antipathie den Einheimischen gegenüber, das nicht vorhandene Wissen über Kulturen und Bräuche, oder ganz einfach, weil es niemand kennt. Woher soll man es denn kennen wenn noch niemand aus dem Freundes- oder Familienkreis je dort war?

Es gibt viele unbeliebte Reiseziele; hier die Top 4:

Platz1: Bangladesch

Bangladesch liegt in Südasien und gehört zu den unbeliebtesten Reisezielen im Jahr 2016.
Bangladesch liegt in Südasien und gehört zu den unbeliebtesten Reiseziele im Jahr 2016.


Bangladesch liegt in Südasien. Die Nachbarländer sind Indien und Myanmar und im Süden liegt der Golf von Bengalen, der ein Teil des Indischen Ozeans ist. Die Hauptstadt heißt Dhaka und die Landessprache ist Bengalisch. Und genau da haben wir schon das Problem, wieso keiner dort hin will: Wer spricht denn schon Bengalisch als Fremdsprache? Dass in den ländlichen Regionen niemand Englisch spricht ist keine Besonderheit, aber auch in den grösseren Städten spricht fast niemand die Weltsprache. Auch die Beschilderung ist meist nur auf Bengalisch und das macht es für die (nicht vorhandenen) Touristen bestimmt nicht einfacher. Hinzu kommt, dass Bangladesch ein streng muslimisches Land ist, welches nur beschränkt Alkohol verkauft und die Frauen am liebsten bedeckt sieht. Sprich: nicht mit dem Bikini vom Hotel zum Strand gehen und keinen Alkohol trinken? Wo bleibt denn da der Spaß?

Platz 2: Guinea

Der Ebola-Virus hat sich in Guinea seit 2014 weit verbreitet.
Der Ebola-Virus hat sich in Guinea seit 2014 weit verbreitet.


Guinea liegt in Westafrika und grenzt an Guinea-Bissau, Senegal, Mali, die Elfenbeinküste, Liberia, Sierra Leone und den Atlantik. Die Hauptstadt heißt Conakry und es gibt acht anerkannte Landessprachen, die Amtssprache ist Französisch. Im vergleich zu Bangladesch wäre also die Sprachbarriere weniger ein Problem. Nur wieso macht denn niemand Urlaub in Guinea? Ganz einfach: Es gibt (fast) nichts zu sehen. In der Hauptstadt gibt es ein Museum mit traditionellen Masken und Statuen. Und das ist auch schon alles in der Stadt. Wer gerne wandert kommt aber in Guinea auf seine Kosten. Es gibt wunderschöne Berge und Regenwälder in denen man Elefanten oder Affen sehen kann. Das einzige Problem: In Guinea breitet sich das Ebola-Virus seit 2013 massiv aus. Bereits sind durch die Ebola-Epidemie laut WHO rund 11.300 Menschen gestorben.

Aber wer will schon in ein Land wo es nichts zu sehen gibt und das Risiko eingehen sich mit dem Ebola-Virus zu infizieren? Keiner. Deshalb Platz 2.

Platz 3: Moldau

Die Republik Moldau grenzt an die Ukraine und Rumänien.
Die Republik Moldau grenzt an die Ukraine und Rumänien.

Das unbeliebte Reiseziel Moldau befindet sich in Südosteuropa und grenzt an die Ukraine und Rumänien. Die Hauptstadt ist Chișinău (dt. Kischinau), die Landessprache ist Rumänisch, wobei 99% der Bevölkerung auch Russisch spricht. Weshalb keiner dort hin in den Urlaub geht? Keine Ahnung! Es gibt viele Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Klöster, Museen oder Theater. Die Landschaft ist wunderschön und es gibt eine Weinstraße auf der man bei allen wichtigen Weinbaugebieten des Landes vorbeikommt, und diese selbstverständlich auch besichtigen kann. Die Leute sind offen und freundlich. Wieso also nicht den nächsten Urlaub oder Städtetrip in Moldau verbringen? Es spricht nichts dagegen!

Platz 4: Kiribati

Kiribati ist bekannt für seine weißen Sandstrände und die unberührte Natur.
Kiribati ist bekannt für seine weißen Sandstrände und die unberührte Natur.

Kiribati ist ein Inselstaat östlich von Indonesien. Er besteht aus drei Hauptinseln und 33 Atollen. Die Hauptstadt heißt South Tarawa, und eine der offiziellen Landessprachen ist Englisch. Der Inselstaat bietet so einiges. Er ist bekannt für seine weißen Sandstrände und die unberührte Natur. Wassersportler, Hochseefischer, Surfer und Vogelfreunde kommen allesamt auf ihre Kosten. Das einzige Problem ist der Weg zum Paradies. Am „einfachsten“ gelangt man von Brisbane auf den Inselstaat. Wobei „einfach“ in diesem Fall bedeutet oft umzusteigen, viel Zeit zu investieren und tief in die Tasche zu greifen. Das ist wohl auch der Grund weshalb der Inselstaat nicht oft bereist wird. Schade eigentlich. Denn die Insel ist wunderschön! Lese jetzt unseren Beitrag zum Thema: Kiribati – ein Paradies für Reiseliebhaber.

Unbeliebte Reiseziele hin oder her, wer Individualurlaub mag sollte es vielleicht mal in Erwägung ziehen nach Moldavien oder Kiribati zu fliegen. Und dann bitte auch allen davon erzählen, nicht dass diese Länder nächstes Jahr wieder in diesem Ranking auftauchen 🙂

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