Rom: Eine wundervolle Stadt

Rom
Rom - das Herz Italiens. Bildquelle: S.Borisov – 261029783 / Shutterstock.com

Komprimierte Weltgeschichte auf wenigen Quadratkilometern. Vatikanische Gärten, Via Appia, die Spanische Treppe – Rom ist mehr als das, was in Touristenführern steht. Seit Jahren war es mein Traum, die ewige Stadt zu besuchen, ihr Flair zu genießen. Nun stand ich auf der Kuppel des Petersdoms und schaute in die untergehende Sonne am Tiber.

Am Anfang stand die Entscheidung

Doch erstmal zurück zum Anfang. Gestresst von der Arbeit saß ich am Abend an meinem Küchentisch im heimischen Düsseldorf. Urlaub! Ich brauchte Urlaub! Doch wohin sollte es gehen? Ans Meer oder in die Berge? – Nein, das hatte ich dieses Jahr schon… Warum nicht einen Traum erfüllen? Warum nicht mit dem Rucksack durch Rom? Die Jahreszeit war gerade genau die richtige. Im Spätherbst sind die Temperaturen gemäßigter. Nach einer kurzen Internetrecherche hatte ich einen Flug nach Rom-Ciampino und ein Bett in einem 10-Bett-Zimmer gebucht. Nun gab es kein Zurück mehr.

Rom entdecken

Im Internet hatte ich gelesen, dass es einen sogenannten Rom-Pass gab, der am Flughafen zu kaufen war. Dieser Pass beinhaltete den freien Eintritt in einige historische Stätten, freie Fahrt mit dem ÖPNV, eine Stadtrundfahrt mit dem Sightseeing-Bus und vieles mehr. Das war doch nach meinem Geschmack. Ausgerüstet mit diesem Pass, stand mir Rom offen.

Zunächst versuchte ich mir einen touristischen Überblick über die Stadt zu verschaffen und nutzte dazu die offenen Sightseeing-Busse, die auf ihren Rundtouren durch die Innenstadt verschiedene Haltestellen anfuhren, an denen ich nach Belieben ein- und aussteigen konnte. Zusätzlich fuhr ich eine Runde mit einem der „grünen“ Sightseeing-Busse. Diese fuhren speziell historische Stätten an.
So „vorgebildet“ lief ich in den nächsten Tagen die gesamten bekannten Sehenswürdigkeiten Roms ab.

Geschichte atmen bei einem Rundgang durch das Kolosseum, über das Forum Romanum bis hin zum Trevibrunnen. Selbstverständlich durfte auch der Vatikan mit Petersdom, Sixtienischer Kapelle und wundervoll gepflegte Gärten nicht fehlen. Doch die schönsten Momente erlebte ich abseits der touristischen Ziele. Mit einer Flasche Wein und einer Salami ausgerüstet die Seele im Garten der Villa Borghese baumeln lassen. Abends in einer kleinen, urigen Trattoria am Tiber sitzen und die originale italienische Küche genießen. Einer „Privatvorlesung“ eines italienischen Geschichtsprofessors folgen, der seine Studenten durch die Callistokatakomben führte. Den Sonnenuntergang genießen, mit dem Hadrianbogen im Rücken.

Momente, die immer in Erinnerung bleiben

Momente, die ich nie mehr vergessen werde und die diesen Urlaub zu etwas ganz Besonderem machten. Ebenfalls spannend gestaltete sich mein Ausflug nach Ostia, dem alten Hafen Roms. Davon aber vielleicht beim nächsten Mal mehr.

Ein kleiner Hinweis sei noch erlaubt: Die historischen Monumente Roms sind überflutet von Menschen, die mit ihnen Geld verdienen möchten und davon Leben, arglose Touristen zu übervorteilen. Für mich war das kein Problem, da ich vorgewarnt war, wurde aber Zeuge einiger unschöner Augenblicke. Darüber hinaus ist das Thema Taschendiebstahl allgegenwärtig. Selbst gestandene Römerinnen und Römer erinnerten mich immer wieder auf meine Sachen besonders gut aufzupassen.

Deutsche traditionell Reiseweltmeister

Uns Deutschen wird nachgesagt, ein besonders reiselustiges Volk zu sein. Statistisch gesehen gaben wir 2015 über 70 Milliarden Euro für die schönsten Tage des Jahres aus. Für viele von uns ist ein Jahr ohne Urlaub undenkbar. Dem Alltag entfliehen, ferne Länder und Kulturen kennenlernen und außergewöhnliche Eindrücke sammeln, sind dabei die wichtigsten Motive. Ich kann mich dem nur anschließen. Ein Jahr ohne Urlaub ist für mich kein gutes Jahr. Mal sehen, wohin es mich beim nächsten Mal treibt.

Nico Heckmann

 

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